Selbstbestimmung

Selbstbestimmung

Keine Patienten werden so sehr fremdbestimmt gegen ihren Willen wie die Psychiatriepatienten und keine anderen Patienten können sich so schlecht wehren dagegen. Woher kommt das, wie lässt sich das erklären?

Obwohl die Psychiatrie über die Einführung der Patientenrechte ei- nige Fortschritte gemacht hat in dieser Hinsicht, ist das Fremdbestimmungsrecht noch sehr stark verankert in der psychiatrisch- psychosozialen Versorgung. Warum?

Menschen mit psychischen Leiden haben ihre Gefühls-, Denk- und Handlungswelt oft nicht mehr unter ihrer bewussten Willenskontrolle. Sie fallen ab von der Norm im Fühlen, Denken und Handeln und fallen des- halb auf in der Gesellschaft, sie ecken an mit ihrer Andersartigkeit und verursachen Unruhe im Regelablauf. Je ängstlicher ein Kollektiv, eine Gesellschaft ist, und das ist sie vielerorts heutzutage, umso intoleranter wird sie gegenüber jeglicher Normabweichung, umso grösser wird auch das Normierungsstreben. In der Schweiz herrscht zurzeit ein starker Drang zur Normierung über gesetzliche Regelungen, die dem Kollektiv Sicherheit geben sollen, was an sich im Gegensatz zum alt bewährten, hochgepriesenen schweizerischen Föderalismus steht.

Jahresbericht Guyerweg 2017 (PDF zum runterladen)

Migration

Vortrag vom 12. April 2018, 19.30 Uhr

Reformierte Kirche Turgi

Die Menschheit lässt sich grundsätzlich in zwei Lebensweisen einteilen, der Mensch als migrierendes Lebewesen und als sesshaftes Lebewesen.

Die migrierende Lebensform der Jäger und Sammler und später der Viehhirten ist die ältere menschliche Kultur. Die Agrarkultur der Bauern, das sesshafte Leben, ist die jüngere Errungenschaft der Menschheit.

So kann ein Mensch mehr Wandergene, quasi Wanderblut in sich tragen oder er kann von seiner Natur her mehr sesshaft veranlagt sein, quasi ein Stubenhocker.

Wie wir durch unsere Familie geprägt wurden

Elternverein Rheinfelden Musiksaal Mädchen Schulhaus 12. März 2018, 19.30 Uhr

Als soziales und lernfähiges Wesen werden wir nicht nur durch unsere Gene be- stimmt, sondern auch sehr stark durch unser engeres soziales Umfeld, unsere Fami- lie und die Schule. Diese Prägung läuft zu einem Teil bewusst und explizit im Sinne eines offiziellen Erziehungsauftrags ab, andererseits unbewusst und indirekt, indem sich alle ungelösten Probleme der Eltern und Grosseltern, aber auch der Lehrer und Erzieher auf die jüngere, zu erziehende Generation auswirken.

Elternverein 12.03.18 (PDF zum Vortrag)