ADHS-Behandlung: Nicht das Kind, sondern sein Umfeld ändern

Eltern, Fach- und Lehrpersonen sollen enger zusammenarbeiten und ein
Kind bei einer ADHS-Behandlung stärker in den Entscheidungsprozess
miteinbeziehen, so das Fazit einer Studie der ZHAW und der Universität
Freiburg. Die Ergebnisse sind nun in eine Broschüre mit
Handlungsempfehlungen eingeflossen – schweizweit ein Novum.

https://www.zhaw.ch/de/gesundheit/ueber-uns/news/news-detailansicht/news-single/adhs-behandlung-nicht-das-kind-sondern-sein-umfeld-aendern/

Der Leitfaden zum Umgang:

https://www.zhaw.ch/storage/hochschule/medien/news/adhs-kinder-foerdern-brosch-online.pdf

ADHS als Genotyp für psychische Krankheiten

Karl Studer: Ursula, Du bist eine Pionierin der Schweizer Psychiatrie, hast jahrelang die Externen Psychiatrischen Dienste Aargau geleitet, bist eine begnadete Ausbildnerin in System- und Familientherapie, bist unermüdlich aktiv in Tagungen und mit Vorträgen, schreibst Bücher um die Situation psychisch kranker Patienten den Kollegen, Angehörigen und der weiteren Bevölkerung nahezubringen. Ich denke, Du bist auch eine kreative Querdenkerin in der Aargauer und Zürcher Psychiatrie-Szene.

Du blickst auf über 40 Jahre Erfahrung im Umgang mit Patienten und Familiensystemen bei schwersten Krankheitsbildern wie der Schizophrenie, Psychosomatik und Suchtverhalten sowie Delinquenz.

Woher hast Du all die Kraft und den Mut, Dich über die Jahrzehnte mit diesen vielfältigen Krankheitsbilder zu beschäftigen?

Ursula Davatz: Ich liebe meine Arbeit über alles, finde sie nach wie vor äusserst spannend und lerne täglich von meinen Familien und ihren komplexen Situationen dazu. Gleichzeitig erfahre ich natürlich auch, dass ich Probleme innerhalb der Familiensysteme schneller erfassen kann und somit effektiver und effizienter werde in meinen Behandlungen. Komplexe Probleme faszinieren mich und fordern mich heraus. Ich kann hier vielleicht noch einen Medizinerwitz anfügen: «Der Chirurg weiss nichts, aber kann alles, der interne Mediziner weiss alles, aber kann nichts, der Psychiater weiss nichts und kann nichts, dafür lernt er ständig dazu».

Interview Ursula Davatz im Swiss Archives of Neurology PDF

AD(H)D and Schizophrenia Guiding Principles

The New Ebook is here:

The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.

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