Folgekrankheiten des Genotyps ADHS und ADS nicht Komorbidität


SGGP Jahreskongress 2017

S04-12: „Eine neue Psychiatrische Diagnostik – Folgekrankheiten des Genotyps ADHS und ADS nicht Komorbidität

Der Workshop von Dr.med. Ursula Davatz wird am Freitag 15.09.2017, 14.00h im Raum Bellavista 2 stattfinden.

Das Thema der Tagung lautet “Psychiatrie der Zukunft“. Die Forschung in der Psychiatrie ist heute an erster Stelle auf die viel versprechenden Neurowissenschaften ausgerichtet. So interessant all diese Erkenntnisse sind, so enttäuschend wenig Fortschritte haben sie für den klinisch-therapeutischen Alltag gebracht. Auch die Forschung in der Genetik, die viele neue Hoffnungen weckt hat uns in der Psychiatrie nicht weitergebracht. In diesem Vortrag wenden wir uns wieder ganz der klinischen Erfahrung und Beobachtung von Dreigenerationen Familien zu. Es soll dabei sowohl die genetische Veranlagung als auch das familiale Umfeld berücksichtigt werden.

Die Hypothese lautet: Angeborene Genotypen entwickeln sich in einem epigenetischen Prozess über ungünstige Interaktionen mit dem Umfeld während der prägenden Kindheitsphase und vor allem auch in der Adoleszenz zu verschiedenen psychischen Krankheiten.

ADHS und ADS sind heutzutage offiziell anerkannte Genotypen, die im psychiatrischen Alltag immer mehr Aufmerksamkeit erhalten. Diese zwei Genotypen, wir nennen sie im weiteren auch Neurotypen, bestimmen die Gehirnentwicklung und auch die Persönlichkeitsentwicklung schon von Geburt an. ADHS und ADS teilen laut einer Cross Disorder Studie den gleichen veränderten Genlokus mit vier psychiatrischen Krankheitsbildern: der Schizophrenie, der Bipolaren Störung, der schweren Depression und dem Autismus. Im Gegensatz zu früheren Annahmen weiss man heute, dass die spezifischen Eigenschaften des ADHS und ADS auch im Erwachsenenalter weiterbestehen. 80% der Erwachsenen mit ADHS und ADS erhalten zusätzlich noch eine psychiatrische Diagnose. Man bezeichnet dies dann als Komorbidität.

Meine Interpretation dieses Befundes ist: ADHS und ADS sind keine Krankheiten und somit auch nicht unter die Diagnosen einzureihen. ADHS und ADS sind lediglich Genotypen, d.h. Neurotypen, die von Geburt her bestimmend sind für den Verhaltenstyp. Diese beiden Neurotypen decken sich sogar mit den schon lange verwendeten Persönlichkeitstypen “extravertiert“ und “introvertiert“. Das ADHS entspricht dem extravertierten und das ADS dem introvertierten Persönlichkeitstyp. Menschen mit diesen genetisch bestimmten Neurotypen ADHS und ADS können sich in 20% zu gesunden, zum Teil sogar sehr erfolgreichen Persönlichkeiten entwickeln. Diese Neurotypen beinhalten ein bestimmtes Erbgut, das sich, wie gesagt, erst in einer ungünstigen Interaktion mit dem Umfeld, einem epigenetischen Prozess, zu einer Krankheit entwickelt.

Diese neue Interpretation der Entstehungsgeschichte von psychiatrischen Krankheitsbildern, die sich als Folgekrankheiten der Genotypen ADHS und ADS aus der Interaktion mit dem Umfeld heraus entwickeln, erlaubt ein vollständig neues Verständnis für die Patienten, eröffnet effizientere systemische Interventionsansätze und nicht zuletzt auch bedeutende Möglichkeiten für eine effektivere Prävention.

Vortrag anhören:

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“Bindung – was die Welt zusammenhält“


Kurztext für 25. August 2017, Universität Zürich, Standort Irchel

Wie können sich Bindungsstörungen über Generationen hinweg vererben?Erfahrungsbericht aus 40 Jahren klinischer Praxis

Kurztext UniZH 25.08.17 Bindung – was die Welt zusammenhält

Flyer_Fachtagung_2017

Vortrag anhören: 

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Stiftung Wendepunkt: Vortrag zum Thema ADHS


Vortrag bei der Stiftung Wendepunkt zum Thema ADHS.

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Prozessbegleitung statt Emotionsunterdrückung in der Adoleszentenphase


Siebzig Prozent aller psychiatrischen Krankheiten nehmen in der vulnerablen Reifungsperiode der Adoleszenz ihren Anfang. Die Adoleszenz ist somit ein wichtiger Weichensteller in der Entwicklungsgeschichte eines Menschen. Psychiatrische Krankheiten verursachen bis zum 40. Lebensjahr über fünfzig Prozent der gesamten Gesundheitskosten. Die Gesundheitspolitik ist deshalb aufgerufen, diese menschliche Entwicklungsphase im Hinblick auf eine effizientere Behandlung und eine nachhaltige Prävention genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ganzer Artikel als PDF lesen: Universimed Portal – View Fachthemen

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IP Forum Schweiz 2017 Balance statt Burnout


Schweizerische Gesellschaft für Individualpsychologie nach Alfred Adler
IP Forum Schweiz 2017
Balance statt Burnout

Datum: 16.09.2017
Zeit: 09:15-18:00 Uhr
Ort: Zürich

http://www.alfredadler.ch/ip-forum

Link zur Anmeldung: https://sgipa.payrexx.com/pay?tid=a1803d97

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Hometreatment als Resilienzförderung


Fachtagung mit Referaten.
Tag: Donnerstag, 11. Mai 2017
Zeit: 13.30–17.00 Uhr
Ort: Kultur- und Kongresshaus Aarau

Hometreatment als Resilienzförderung, Frau Dr. med. Ursula Davatz, strategische ärztliche Leitung HotA.

Audiovortrag zum Anhören: 

Tagung HotA 11.05.17

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Vernetzungsanlass für Betreuerinnen Vorstand und Interessierte


Dachverband Tagesstrukturen Mittagstisch Aargau

Vernetzungsanlass für Betreuerinnen, Vorstand und Interessierte

Datum: Donnerstag, 11. Mai 2017

Zeit: 19.00 – 21.00h

Ort: Roter Turm Saal, Baden

PDF Vortrag zum Runterladen: dtma Vortrag 11.05.2017

Projekt Früherkennung und Frühförderung bei Kindern und Jugendlichen

Wie können wir von Seiten Betreuungsinstitutionen frühzeitig erkennen, ob ein Kind gefährdet ist und wie handeln wir richtig?

Frau Dr. U. Davatz setzt sich für die Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Kindern und Jugendlichen ein und unterstützt unter anderem Gemeinden und Institutionen.

An diesem Workshop erstellt Frau Davatz zusammen mit den Teilnehmerinnen ein Gesamtbild der Fallsituation und hinterfragt Strukturen. Sie zeigt auf, wer als Helfer in Frage

kommt, wer eventuell bei der Betrachtung vergessen wurde und wo angesetzt werden kann.

Falls Sie in Ihrer Gemeinde oder in Ihrer Betreuungsinstitution ein Fallsbeispiel kennen, welches Sie gerne anonym einbringen würden, so können Sie dieses direkt an info@dtma.ch einreichen.

Zur Anmeldung: DTMA 2017-05-11 Einladung Vernetzungsanlass

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